6.12.09

Jetzt bin ich eine Amerikanerin


Seit Donnerstag habe ich die Amerikanische Staatsbuergerschaft. Das war echt eine Ueberraschung! Eigentlich hatte ich nur einen Termin zum Interview, aber dann war die Einbuergerungszeremonie schon am gleichen Nachmittag. Ich hatte noch versucht Paul anzurufen, aber durch seinen Nachtdienst hat er das Telefon nicht gehoert. Am Freitag habe ich mich auf Arbeit gleich als Waehler angemeldet und meinen Reisepass beantragt. Jetzt kann ich mich endlich bei verschiedenen Bundesanstalten bewerben, schliesslich arbeite ich beim Kreis ja mit Subventionen vom Bund. Dazu muss man aber Amerikaner sein.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Congratulations!!
Von einer "stillen Mitleserin" aus Norddeutschland - Nina

Anonym hat gesagt…

Hast du die deutsche Staatsbuergerschaft abgegeben??

Anonym hat gesagt…

hey meine liebste amerikanische freundin, herzlichen glückwunsch.

muss ich nun auch SIE zu dir sagen?

liebe grüße deine antje

Melle hat gesagt…

DANKE!!! Ich habe die deutsche Staatsbuergerschaft uebrigens nicht behalten.

Sarah hat gesagt…

Wow, du hast die deutsche abgegeben! Darf ich mal fragen warum? Und ist dir die Entscheidung schwer gefallen? Wie lange hat der ganze Prozess von Bewerbung bis Erhalt gedauert?

Gruss, Sarah

Bettina hat gesagt…

Hallo Melanie,

herzlichen Glückwunsch zur amerikanischen Staatsbürgerschaft!

Schöne Grüße aus Nordkalifornien
Bettina

Melle hat gesagt…

Der ganze Prozess hat knapp drei Monate gedauert. Ich hatte eigentlich immer gedacht, dass ich ewig mit meiner Green Card als Deutsche in den USA leben wuerde. Dann habe ich aber mal richtig darueber nachgedacht und gemerkt, dass ich jetzt hier zuhause bin. Ich lebe schon seit ueber 11 Jahren hier - eigentlich fast mein ganzes Leben als erwachsene Person. Auch wenn es Paul morgen in meinem Leben nicht mehr geben wuerde, nach Deutschland zurueckkehren wuerde ich nicht. Das wurde mir besonders nach unserem Deutschlandbesuch im Mai klar. Wahrscheinlich faellt mir die Entscheidung auch leichter, weil wir damals aus der DDR abgehauen sind. Ich habe 12 Jahre in der DDR, 9 Jahre im Westen und jetzt 11 Jahre in den USA gewohnt. Schon als kleines Kind habe ich von den USA getraeumt bei Sendungen wie "Ein Colt fuer alle Faelle", "Hart aber Herzlich" und "Agentin mit Herz". Paul fand es ein bisschen traurig, dass ich jetzt nicht mehr seine auslaendische Frau bin (obwohl ich immer gesagt habe, dass er fuer mich der Auslaender ist). Ich habe ihm gesagt, dass ich durch die amerikanischen Staatsbuergerschaft meinen Akzent nicht verlieren werde. Haha! Nein, aber ehrlich - mein Reisepass bestimmt nun wirklich nicht wer ich im bin. Ich bin deutsch aufgewachsen und die Erfahrungen, die ich dadurch gesammelt habe, kann mir keiner nehmen.

ReneS hat gesagt…

Glückwunsch vom Reisenden der seinen dt. Pass (noch) hat. Das "noch" ist eher sarkastisch gemeint... Mir wäre ein Weltpass dito kein Pass am liebsten.

Bob hat gesagt…

Na dann auch von mir einen <3lichen Glückwunsch. Ich kann dich verstehen, bin auch grade zu Besuch in der alten Heimat, aber ich würde auch nie wieder zurück wollen.

LG
Bob